Zielstellung

Die Stadt Frankenberg/Sa. plant einen Skulpturenpfad mit ausgewählten kulturellen Ereignispunkten, die mit Hilfe von Plastiken und Skulpturen erkundet werden können. Diese Kunstwerke sollen an historische Begebenheiten und bedeutende Persönlichkeiten erinnern. Gleichzeitig entdecken die Einwohner und Besucher als Spaziergänger auf dem Pfad die Innenstadt von Frankenberg. Quasi im Vorübergehen wird über das Wohnumfeld informiert und auf die Besonderheiten des Standortes hingewiesen.

Mit dem Skulpturenpfad, der bereits existierende Kunstwerke einbezieht und ansprechend mit einem Gesamtkonzept in Szene setzt, soll der stärkere Bezug zur Kunst und Kultur in Frankenberg/Sa. hergestellt werden. Da die Kunstwerke auch immer einen Bezug zur Geschichte bzw. zum aktuellen Geschehen herstellen, kommt dem Pfad zusätzlich ein Bildungsauftrag zu. Die eigene Stadt, in der man lebt oder auch die Stadt, die man besucht, kann leicht verständlich erforscht werden. Die mögliche Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen bei der Gestaltung der Kunstwerke und/oder der Gestaltung der Texte an den Kunstwerken fördert ebenso die persönliche Beziehung zu den Statuen und Gebilden. Insgesamt werden somit 19 Kunstwerke entlang eines Pfades erlebbar sein.

 

Projektumsetzung

Die Umsetzung des Skulpturenpfades ist in verschiedene Arbeitspakete aufgeteilt.

Vorangestellt ist dem Projekt ein beschränkter Teilnahmewettbewerb, um einen künstlerischen Leiter für das Projekt zu finden. Dieser nimmt die Funktion der Projektorganisation von der Planung des Skulpturenpfades bis zur Aufstellung der Kunstwerke wahr. (Projektleiter Marcel Kabisch)

Der  Skulpturenwettbewerb ist der zweite wesentliche Bestandteil des Projektes. Mittels des Wettbewerbes wurden von Künstlern eine große Anzahl Entwürfe für Skulpturen zu 12 Themen eingereicht. Eine Jury ermittelte an 2 Terminen die Gewinner.

GEWINNER

Mit der Aufstellung der Kunstwerke wurde begonnen. Am 14.Dezember 2018 erfolgte in den Paradiesgärten Mühlbachtal bereits die Aufstellung dreier monumentaler Skulpturen des Künstlers Olaf Klepzig im Themenbereich Natur und Park mit dem Namen „Die 3 Figuren auf der Insel“.

Foto: M. Kabisch

“Die 3 Figuren auf der Insel” Foto: M. Kabisch

Am 11.01.2019 erfolgte die Enthüllung des “Pestdoktors”, der Skulptur zum Thema “Friedhof / Tod” im Friedenspark an der Humboldtstraße.

“Pestdoktor” Foto: M. Kabisch

Die dritte Skulptur wurde am 04.03.2019 im Friedenspark aufgestellt. In mitten der Sitzgruppe an der Kita Triangel steht die Skulptur zum Thema Spielerisch. Das Foto zeigt den Künstler Emmanuel Eni mit seinem Kunstwerk “Cloud”

“Cloud” Foto: M. Kabisch

Auch die “Übergroße Einkaufstasche” wurde am ehemaligen Kaufhausstandort (Baderberg) aufgestellt. Am 05.03.2019 kam die Künstlerin und ehemalige Frankenbergerin, Hanna Siebenborn zur Enthüllung der Skulptur nach Frankenberg.

“Übergroße Einkaufstasche” Foto: M. Kabisch

Seit Montag, den 26.03.2019 steht in Erinnerung an die Zigarrenindustrie das “Zigarrenrohr” des Künstlers Ralph Siebenborn – eine senkrecht stehende Zigarrenform mit “Asche”, die  mittels LED-Rotlicht über eine Solarstromquelle auch nachts am Standort glimmt. Am Standort der Zigarre (Markt 4) war die Firma Wacker ansässig.

“Zigarrenrohr” Foto: Stadt Frankenberg/Sa.

Für eine bekannte Persönlichkeit aus Frankenberg steht die Porträtbüste, die ihren Platz seit Dienstag, dem 27.03.2019 in der Konche des Martin-Luther-Gymnasiums Haus II gefunden hat. Mittels Kran wurde die Bronzebüste, eine zeitgenössische Umsetzung des charakteristischen Kopfes, von Heiner Müller platziert. Prof. Ullrich Eißner hatte die Jury im August vergangenen Jahres mit seinem Entwurf von Heiner Müller (1929-1995), einen der wichtigsten deutschsprachigen Dramatiker der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und seiner typischen Geste überzeugt.

Nun schaut Heiner Müller von der Schule, in welcher er 1948 sein Abitur ablegte, auf den Frankenberger Straßenalltag. Ergänzt wird dies durch ein Bücherregal mit seinen bekanntesten Werken.
Wer Heiner Müller näher kennenlernen möchte, hat hier die Möglichkeit dazu: Ganz NEU! Der Müllerbaukasten

Heiner Müller bei der Anreise. Foto: Stadt Frankenberg/Sa.

Mittels Kran wird die Büste plaziert! Foto:Stadt Frankenberg/Sa.

Büste Heiner Müller Foto:Stadt Frankenberg/Sa.

Heiner Müllers größte Werke. Foto: WGF

Kunstwerk “Heiner Müller” Foto: WGF

 

Am Mittwoch, den 03.04.2019 hat nun auch der “Hamilton Würfel” seinen Platz im Friedenspark eingenommen.Passend zum Thema Naturwissenschaften überzeugte der Künstler Thomas Haufe (siehe Foto) die Jury des Skulpturenpfades mit seinem Werk. Das Thema der Skulptur steht in Verbindung mit der neuen Zeitschicht des Friedensparks als Bildungscampus inmitten von Bildungseinrichtungen.

Die Skulptur stellt die Visualisierung eines mathematischen Problems der Graphentheorie, dem Hamiltonkreisproblem, in Form eines geometrischen Würfels dar. Die Stahlplastik umschreibt mit nur einer Linie die Konturen eines Würfels und berührt damit 26 Knotenpunkte. Der Betrachter kann sich nun neben dem Betrachten des Kunstwerks auch damit beschäftigen, wie diese 26 Knotenpunkte in einem geschlossenen Pfad miteinander verbunden werden können, ohne dabei eine Diagonale zu verwenden.

Thomas Haufe mit seinem Kunstwerk. Foto: Stadt Frankenberg/Sa.

“Hamilton Würfel” Foto: Stadt Frankenberg/Sa.

 

In den kommenden Wochen wird der Skulpturenpfad ergänzt. In Vorbereitung sind die Standorte am Dammplatz zum Thema Seestadt, im Friedenspark zum Thema Naturwissenschaft, am Welt-Theater zum Thema Lichtspiel sowie die Schönfarbe und Mühlentechnik in den Paradiesgärten Mühlbachtal.

Der Skulpturenpfad wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Zielstellung ist die Entstehung eines Kunstrundweges, der zum Spazierengehen in die Altstadt Frankenbergs einlädt und damit zur Belebung der Innenstadt durch Kunst

Foto: Stadt Frankenberg/Sa.

aktuelle Informationen

zum Skulpturenpfad gibt es hier:

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 31.01.2018: “Pfad führt zu Kultur und Geschichte”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 12.04.2018: “Erste Ideen für Skulpturenpfad”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 04.07.2018: “Große Resonanz auf Ausschreibung”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 22.08.2018: “Drei nackte Frauen schmücken künftig die Mühlbachinsel”

Frankenberger Amtsblatt Nr. 17 vom 07.09.2018 Seite 2 / 3: “Mitteilung des Bürgermeisters – die Entstehung des Kunstrundweges „Skulpturenpfad“ schreitet voran…”

Information auf der Internetseite der Stadt Frankenberg/Sa. vom 18.12.2018: “Der Skulpturenpfad nimmt Form an”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 29.12.2018: “Auftakt mit drei Nackten auf der Insel”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 16.01.2019: “Der Pestdoktor im Friedensparkl”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 16.01.2019: “Welt-Theater sorgt für großes Kino”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 09.02.2019: “Skulpturenpfad komplett geplant”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 16.01.2019: “Von Einkaufstasche zur Wolke: Neue Objekte für Skulpturenpfad”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 12.03.2019: “Bewölkt”

Information auf der Internetseite der Stadt Frankenberg/Sa. vom 27.03.2019: “Stadtgeschichte symbolisch dargestellt: zwei weitere Skulpturen für den Skulpturenpfad”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 30.03.2019: “Heiner und sonst keiner”

Information auf der Internetseite der Stadt Frankenberg/Sa. vom 05.04.2019: „Hamilton Würfel“ nimmt seinen Platz im Skulpturenpfad ein”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 08.04.2019: “Würfel schmückt Friedenspark”

Presseartikel Frei Presse Mittweida vom 10.04.2019: “Hölzernes Schwergewicht erinnert an alte Technik”

Bericht MDR Sachsenspiegel vom 10.04.2019: “Landesgartenschau steht in den Startlöchern”

 

Projektlaufzeit

06/2017 – 12/2019

 

Finanzierung

Zuwendung EFRE:                                 72.800 EUR

Eigenmittel Stadt Frankenberg/Sa.:       18.200 EUR