Zielstellung

Die Industriegeschichte soll sich nicht nur in der Aufzählung einzelner  Unternehmenshistorien, Archiven und Chroniken erschöpfen. Die Frankenberger Industriegeschichte markiert in den letzten Jahrhunderten einen radikalen Wandel. Daher plant die Stadt Frankenberg/Sa. den Industriepfad mit 12 ausgewählten geschichtlichen und industriellen Ereignispunkten, die mit Hilfe von Stelen/Visualisierungen auf einer etwa 5 km langen Route durch die Stadt erkundet werden können.Ein touristischer Rundweges durch die Stadt wird historische Industrieorte und heutige Firmenansiedlungen miteinander verbinden.

Gleichzeitig entdecken die Einwohner und Besucher als Spaziergänger auf dem Pfad die Stadt Frankenberg unter einem anderen Blickwinkel. Quasi im Vorübergehen wird über Veränderungen informiert und auf attraktive Standorte hingewiesen. Insgesamt erfährt das kulturtouristische Angebot der Innenstadt eine qualitative sowie quantitative Aufwertung.

Der Weg startet auf dem Marktplatz ,führt in das Mühlbachtal, weiter über den Baderberg und die Badergasse, mit der historischen Ober- und Untermühle. In diesem Bereich trifft der Geschichts- und Industriepfad auf den Skulpturenpfad (weiteres EFRE-Projekt). Entlang der Carolastraße und weiter entlang der Zschopau erfährt der Besucher Informationen über die früheren Industriezweige der Stadt Frankenberg. Einige davon bestehen bis heute fort. Letztlich lädt die Zeit-Werk-Stadt dazu ein, die erworbenen Kenntnisse zum historischen Handwerk zusammenzufassen, zu ergänzen und zu vertiefen.

Projektumsetzung

Zur Umsetzung des Industrie- und Geschichtslehrpfades wurde eine Steuerungsgruppe gebildet, in der Vertreter der Denkmalpflege, der Stadt Frankenberg/Sa., des Heimatverein Frankenberg e.V. sowie der Stadtchronist und weitere interessierte Bürger vertreten sind. Diese erarbeitet die inhaltlichen Schwerpunkte der einzelnen Pfadpunkte. Eine Planungsbüro wird die Ideen in Anlehnung an das Stadtmarketingkonzept umsetzen und die zeitliche, planerische und inhaltliche Abfolge des Projektes koordinieren.

Die Stelen werden in einem einheitlichen Layout präsentiert, um ein Wiedererkennen beim Ablaufen zu erreichen. Das einheitliche Erscheinungsbild spiegelt sich neben der Internetpräsentation auch auf der Rundwegkarte wieder.

Die Beschilderung der einzelnen Objekte fungiert als Leitsystem. Nähere Informationen werden durch angebrachte QR-Codes mit dazugehöriger Internetseite bzw. der Rundwegkarte mit Erläuterungen zur Verfügung gestellt. Auch eine Audioversion der Texte wird erstellt.

Projektstatus

beantragt

Projektlaufzeit

01/2018 – 12/2020

Finanzierung

Zuwendung EFRE: 120.000 EUR
Eigenmittel Stadt Frankenberg/Sa.: 30.000 EUR