Zielstellung

Die Fahrzeugindustrie, die Druckereigeschichte, die Zigarrenindustrie sowie die Teppichweberei haben die Stadt Frankenberg/Sa. und ihre Bürger über zahlreiche Jahrzehnte hinweg geprägt und hinterließen ihre Spuren sowohl in der Stadtstruktur als auch in den Köpfen der Menschen. Die Zeugnisse dieser Industrie und Stadtgeschichte befinden sich im Stadtgebiet verteilt an verschiedenen Standorten und können einzeln besichtigt werden. Gleichwohl stehen viele der alten Maschinen und Exponate der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Was fehlt, ist ein Gesamtkonzept, welches übergreifend die Geschichte der Stadt an einem zentralen Ort ansprechend und modern präsentiert. Nach dem Umbau der ehemaligen Lisema-Halle soll es an diesem Ort entstehen: das Erlebnismuseum „Zeit-Werk-Stadt“.

Projektumsetzung

Nach den Plänen der Hamburger leisureworkgroup GmbH nehmen Menschen aus Frankenberg, aus allen Epochen und Schichten, aus der Vergangenheit und Gegenwart – die Protagonisten – die Besucher in Empfang und führen sie durch „ihre“ eigene Zeitwelt Frankenberg. Die Besucher sind frei, ihren eigenen Interessen und ihrem persönlichen Protagonisten zu folgen. So verknüpfen sich die einzelnen Geschichten und Erzählstränge Frankenbergs zu einer ganz individuellen Gesamtgeschichte beim Besuch der „Zeit-Werk-Stadt“. Zeit ist in dem Ausstellungsbereich das allumfassende Thema. Ein Highlight der Ausstellung: der TimeCube (Zeit Würfel) – hier kann mittels neuester Technologie eine interaktive Rundum-Projektion erlebt werden. Der TimeCube soll bereits zur Landesgartenschau 2019 fertig gestellt sein und Blumenwelten interaktiv darstellen. Im Obergeschoss beginnt die Reise der Besucher durch die “Zeit-Werk-Stadt”. Hier treffen die Besucher zum ersten Mal auf die Protagonisten und der Auswahl des Rundganges. Handwerk, Gewerbe, Stadt und Tradition ist Thema  des ersten Rundganges, die zweite Route informiert über die Mobilität.

Die Projektumsetzung ist bis Anfang 2021 geplant. Das moderne Museum, das den klassischen Bildungsauftrag mit dem Ansatz der Geschichte zum Anfassen und Erleben verbindet, soll nach einer umfassenden Standortanalyse jährlich 37.000 Besucher anlocken.

Projektstatus:

beantragt

Projektlaufzeit:

  1. Oktober 2017 – 31. März 2021

Finanzierung

Nach aktuellem Planungsstand werden die Gesamtkosten auf rund 10,2 Millionen Euro beziffert. Die Maßnahme wird finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen (EFRE) und durch Mittel aus dem Bund/Länder Programm „Stadtumbau Ost“ kofinanziert.

Der Eigenanteil der Stadt Frankenberg/Sa. lässt sich auf rund 2,1 Millionen Euro beziffern.